Rechtliches

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Suchflow LLC
Stand: 07. April 2026

1. Anbieter, Geltungsbereich, Rangfolge

1.1. Vertragspartner ist die Suchflow LLC, 3833 Powerline Rd Suite 201, Fort Lauderdale, FL 33309, USA, E-Mail: info@suchflow.de (nachfolgend „Suchflow“).

1.2. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Angebote, Verträge und Leistungen von Suchflow, insbesondere für SEO-Leistungen, Conversion-Optimierung, Website-Konzeption und -Entwicklung, Beratungsleistungen, laufende Betreuung, Audits, digitale Inhalte, Online-Kurse, Templates, Schulungen und sonstige digitale Leistungen.

1.3. Diese AGB gelten gegenüber Unternehmern und Verbrauchern. Soweit einzelne Regelungen ausdrücklich nur für Unternehmer oder nur für Verbraucher gelten, ist dies in der jeweiligen Klausel kenntlich gemacht. Zwingende gesetzliche Verbraucherschutzvorschriften bleiben unberührt.

1.4. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, Suchflow hat ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt.

1.5. Für den jeweiligen Vertrag gilt folgende Rangfolge:

1. das individuelle Angebot / Order Form / die Bestellseite,

2. die jeweilige Leistungsbeschreibung oder Produktbeschreibung,

3. diese AGB,

4. eine ggf. gesondert geschlossene Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.

2. Vertragsschluss, Einbeziehung der AGB

2.1. Angebote von Suchflow sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.

2.2. Ein Vertrag kommt zustande durch:

a) schriftliche oder elektronische Annahme eines Angebots,

b) Bestätigung per E-Mail,

c) Anklicken einer Annahme- oder Kauf-Schaltfläche,

d) Zahlung der vereinbarten Vergütung, Anzahlung oder ersten Rate, oder

e) Beginn der Leistungserbringung durch Suchflow nach Auftrag des Kunden.

2.3. Soweit ein Angebot, eine Bestellseite oder eine Rechnung auf diese AGB verweist, werden die AGB mit Vertragsschluss Vertragsbestandteil.

2.4. Der Kunde ist verpflichtet, bei Vertragsschluss zutreffende und vollständige Angaben zu seiner Person, seinem Unternehmen, seiner Rechnungsadresse, seiner E-Mail-Adresse sowie, soweit relevant, zu Umsatzsteuer-, Steuer- oder Registrierungsdaten zu machen.

2.5. Mündliche Nebenabreden, Zusagen oder Abweichungen gelten nur, wenn Suchflow sie in Textform bestätigt.

3. Leistungsgegenstand und Leistungsumfang

3.1. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich ausschließlich aus dem jeweiligen Angebot, der Leistungsbeschreibung oder der Bestellseite.

3.2. Suchflow schuldet keinen konkreten wirtschaftlichen Erfolg, keine bestimmte Ranking-Position, keine bestimmte Sichtbarkeit, keinen bestimmten Traffic, keine bestimmte Zahl an Leads, Anfragen, Verkäufen oder Umsätzen.

3.3. SEO-, CRO- und Website-Leistungen werden auf Basis des bei Vertragsschluss bekannten Stands der Technik, der verfügbaren Daten, der von Suchflow verwendeten Systeme und der vom Kunden bereitgestellten Informationen erbracht.

3.4. Suchflow ist berechtigt, zur Leistungserbringung eigene Mitarbeiter, freie Mitarbeiter, Subunternehmer und sonstige Erfüllungsgehilfen einzusetzen.

3.5. Hosting, Domains, E-Mail-Dienste, Werbebudgets, Softwarelizenzen, Plugin-Gebühren, Dritttools, Stockmaterial, Texte Dritter, Übersetzungen, Fotos, Videos, Sprecherleistungen, rechtliche Texte, Cookie-Banner, Consent-Management, Tracking-Setups Dritter und sonstige Fremdkosten sind nur dann Bestandteil der Leistung, wenn dies ausdrücklich im Angebot vereinbart wurde.

3.6. Suchflow erbringt keine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder Unternehmensberatung. Hinweise von Suchflow zu rechtlichen, steuerlichen oder geschäftlichen Fragen sind unverbindlich und ersetzen keine Beratung durch einen zugelassenen Rechtsanwalt, Steuerberater oder sonstigen qualifizierten Berater.

3.7. Änderungen an Suchmaschinenalgorithmen, Plattformregeln, Richtlinien von Google oder anderen Plattformen, Marktveränderungen, Wettbewerbsverhalten und Handlungen Dritter liegen außerhalb des Einflussbereichs von Suchflow.

4. Besondere Regeln für SEO, CRO und Website-Projekte

4.1. SEO- und CRO-Leistungen sind fortlaufende Optimierungsleistungen. Sie beruhen auf Analyse, Planung, technischer Umsetzung, Inhaltserstellung, Strukturarbeit, lokalen Signalen, Profiloptimierungen, Tests und fortlaufenden Anpassungen.

4.2. Website-Leistungen können je nach Angebot Strategie, Struktur, Copy, Design, technische Entwicklung, Launch, Tracking, technische Grundoptimierung, Conversion-Elemente und/oder Suchmaschinenoptimierung umfassen.

4.3. Soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, ist Suchflow nicht verpflichtet, bestehende Inhalte, Rechtstexte, Produktbeschreibungen, Datenschutzhinweise, Cookies, Einwilligungen, branchenspezifische Pflichtinformationen oder fremde Integrationen rechtlich oder technisch zu prüfen.

4.4. Suchflow darf zur Leistungserbringung marktübliche Tools, Systeme, Builder, CMS, Plugins, APIs, Bibliotheken, Frameworks, KI-gestützte Hilfsmittel, Tracking-Tools, Hostingumgebungen und sonstige technische Mittel einsetzen, sofern dies nach fachlicher Einschätzung sachgerecht ist.

4.5. Sofern im Projekt Freigaben des Kunden vorgesehen sind, darf Suchflow auf Basis der letzten freigegebenen oder bereitgestellten Version weiterarbeiten, wenn eine Rückmeldung des Kunden ausbleibt.

5. Mitwirkungspflichten des Kunden, Freigaben, Abnahme

5.1. Der Kunde stellt Suchflow alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Inhalte, Zugangsdaten, Freigaben, Ansprechpartner und technischen Zugriffe vollständig und rechtzeitig zur Verfügung.

5.2. Der Kunde stellt insbesondere sicher, dass Suchflow, soweit zur Leistung erforderlich, Zugriff auf Website, CMS, Hosting, Domainverwaltung, Google Search Console, Google Analytics, Google-Unternehmensprofil, Werbekonten, Tracking-Tools, CRM oder sonstige relevante Systeme erhält.

5.3. Der Kunde ist für die Richtigkeit, Vollständigkeit und rechtliche Zulässigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte, Daten, Aussagen, Bilder, Logos, Videos, Marken, Zugangsdaten und sonstigen Materialien allein verantwortlich.

5.4. Verzögert sich die Leistungserbringung wegen fehlender Mitwirkung, fehlender Freigaben, unvollständiger Informationen, verspäteter Rückmeldungen oder nachträglicher Änderungswünsche des Kunden, verlängern sich Fristen angemessen. Zusätzlicher Aufwand kann gesondert berechnet werden.

5.5. Gegenüber Unternehmern gilt: Soweit Suchflow einen abnahmefähigen Leistungsstand, eine Website, eine Unterseite, ein Design, eine Copy, ein Tracking-Setup oder einen sonstigen Projektstand zur Freigabe oder Abnahme bereitstellt, hat der Kunde diesen innerhalb von sieben Werktagen zu prüfen und etwaige wesentliche Mängel in Textform konkret zu rügen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine konkrete Rüge oder wird der Leistungsstand produktiv genutzt, veröffentlicht, live geschaltet oder in sonstiger Weise bestimmungsgemäß verwendet, gilt er als freigegeben bzw. abgenommen.

5.6. Änderungswünsche nach Freigabe oder Abnahme sind nicht vom ursprünglichen Leistungsumfang umfasst, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde und werden gesondert berechnet.

5.7. Der Kunde ist verpflichtet, vor Eingriffen an seiner Website, Datenbank, seinem Shop oder sonstigen Systemen angemessene Sicherungskopien zu erstellen oder erstellen zu lassen.

6. Digitale Produkte, Online-Kurse und Zugänge

6.1. Für digitale Produkte, Kurse, Mitgliederbereiche, Video-Bibliotheken, Checklisten, Vorlagen, Templates, SOPs, Downloads oder sonstige digitale Inhalte erhält der Kunde nur die im Angebot oder auf der Bestellseite beschriebenen Zugriffs- und Nutzungsrechte.

6.2. Zugänge sind personengebunden und dürfen nur vom registrierten Kunden genutzt werden, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

6.3. Es ist untersagt, Zugänge, Inhalte oder Downloads zu teilen, weiterzuverkaufen, öffentlich zugänglich zu machen, aufzuzeichnen, zu spiegeln, zu veröffentlichen, zu vervielfältigen oder Dritten zur Nutzung zu überlassen, soweit Suchflow dies nicht ausdrücklich in Textform erlaubt.

6.4. Suchflow ist berechtigt, digitale Produkte und Plattformen aus sachlichen Gründen zu aktualisieren, weiterzuentwickeln, technisch anzupassen oder in zumutbarem Umfang zu verändern, soweit dadurch der vertragliche Gesamtcharakter nicht entwertet wird.

6.5. Bei missbräuchlicher Nutzung, Weitergabe von Zugangsdaten, Urheberrechtsverletzungen, Zahlungsrückständen oder erheblichen Vertragsverstößen darf Suchflow Zugänge vorübergehend sperren oder endgültig entziehen. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.

6.6. Ein bestimmter Lern-, Erfolgs-, Geschäfts- oder Umsatzerfolg ist bei digitalen Produkten und Kursen nicht geschuldet.

7. Vergütung, Rechnungsstellung, Fälligkeit, Verzug

7.1. Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, der Bestellseite oder der Produktbeschreibung.

7.2. Soweit nicht anders ausgewiesen, verstehen sich Preise gegenüber Unternehmern netto zuzüglich gesetzlich geschuldeter Steuern. Gegenüber Verbrauchern verstehen sich ausgewiesene Preise als Gesamtpreise einschließlich gesetzlich geschuldeter Umsatzsteuer, soweit Umsatzsteuer anfällt.

7.3. Rechnungen sind, sofern im Angebot, auf der Rechnung oder auf der Bestellseite nichts Abweichendes geregelt ist, innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.

7.4. Wiederkehrende Vergütungen dürfen, soweit vertraglich vorgesehen, im Voraus für die jeweilige Leistungsperiode abgerechnet werden.

7.5. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist Suchflow berechtigt, die weitere Leistungserbringung bis zum vollständigen Ausgleich aller fälligen Forderungen auszusetzen. Fristen und Termine verschieben sich in diesem Fall angemessen.

7.6. Bei erheblichen Zahlungsrückständen, insbesondere bei Rückständen von mindestens zwei fälligen Rechnungen oder bei ernsthafter Zahlungsverweigerung, ist Suchflow berechtigt, den Vertrag aus wichtigem Grund zu kündigen und Schadensersatz nach den gesetzlichen Vorschriften zu verlangen.

7.7. Der Kunde kann nur mit unbestrittenen, entscheidungsreifen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nur, soweit es auf demselben Vertragsverhältnis beruht und die Gegenforderung unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist.

7.8. Fremdkosten, Drittanbietergebühren, Anzeigenbudgets, Reisekosten, Stockmaterial, Lizenzen, Hosting, Domains, Plugins, Druckkosten, Übersetzungen und sonstige Auslagen werden, sofern nicht ausdrücklich im Angebot enthalten, gesondert berechnet oder direkt vom Kunden getragen.

8. Steuern, Umsatzsteuer, Reverse Charge, Quellensteuer

8.1. Sämtliche Vergütungen sind ohne Abzug von Steuern, Abgaben, Bankspesen, Gebühren oder Quellensteuern geschuldet, soweit nicht zwingendes Recht etwas anderes verlangt.

8.2. Soweit gesetzlich anwendbar, kann Suchflow Rechnungen unter Hinweis auf Reverse Charge oder vergleichbare Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ausstellen. Der Kunde ist verpflichtet, Suchflow hierfür auf Anforderung alle erforderlichen Angaben, insbesondere gültige Steuer- oder Unternehmernachweise, rechtzeitig zu übermitteln.

8.3. Ist der Kunde gesetzlich verpflichtet, auf Vergütungen an Suchflow Steuern oder Abgaben einzubehalten oder abzuführen, hat der Kunde die Zahlung, soweit gesetzlich zulässig, so zu erhöhen, dass Suchflow den Betrag netto erhält, den Suchflow ohne den Einbehalt erhalten hätte („Gross-up“). Soweit ein Gross-up gesetzlich unzulässig ist, bleibt der Kunde jedenfalls verpflichtet, den Abzug ordnungsgemäß vorzunehmen, fristgerecht abzuführen und Suchflow unverzüglich die amtlichen Nachweise über Einbehalt und Abführung zur Verfügung zu stellen.

8.4. Der Kunde trägt die Verantwortung dafür, ob in seinem Sitzstaat, im Staat der Nutzung, im Staat des Zahlungsvorgangs oder in Deutschland Quellensteuern, Abzugssteuern, Sales Taxes, VAT, Use Taxes oder vergleichbare Abgaben anfallen. Suchflow übernimmt hierfür keine steuerliche Prüfung oder Beratung.

8.5. Soweit Entlastungs-, Erstattungs- oder DBA-Verfahren eine Mitwirkung von Suchflow oder des Kunden erfordern, werden die Parteien einander in zumutbarem Umfang unterstützen. Kosten hierfür trägt der Kunde, soweit die Steuerpflicht oder der Einbehalt in seiner Sphäre veranlasst ist.

9. Nutzungsrechte, Rechtevorbehalt, Code und Buyout

9.1. Sämtliche Rechte an Konzepten, Entwürfen, Strategien, Texten, Headlines, Strukturen, Wireframes, Designs, Layouts, Grafiken, Webseiten, Modulen, Templates, Snippets, Quellcode, Skripten, Dokumentationen, SOPs, Prompts, Prozessen, Methoden, Audits, Reports, Aufzeichnungen, Kursinhalten, Downloads und sonstigen Arbeitsergebnissen verbleiben bis zur vollständigen Zahlung sämtlicher Forderungen aus dem jeweiligen Auftrag bei Suchflow.

9.2. Nach vollständiger Zahlung erhält der Kunde, sofern im Angebot nichts anderes vereinbart ist, an den final freigegebenen Endergebnissen lediglich ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht für die eigenen geschäftlichen Zwecke des Kunden und nur im vertraglich vorausgesetzten Umfang.

9.3. Dieses Nutzungsrecht umfasst nur die Nutzung für das eigene Unternehmen, die eigenen Marken, die eigenen Domains und die eigenen Kanäle des Kunden. Nicht umfasst sind insbesondere:

* Weiterverkauf, Weiterlizenzierung oder Übertragung an Dritte,

* Nutzung für andere Unternehmen oder verbundene Unternehmen ohne ausdrückliche Freigabe,

* Verwendung als Vorlage für Dritte,

* Bereitstellung an Agenturen, Entwickler oder Wettbewerber zur Wiederverwendung außerhalb des vertraglichen Zwecks,

* öffentliche Weitergabe von Rohdateien, Templates, Quellcode, Prompts, SOPs oder Systemlogiken.

9.4. Quellcode, Rohdateien, Entwicklungsumgebungen, Figma-/Design-Dateien, Prompt-Bibliotheken, Vorlagen, Frameworks, Bibliotheken, wiederverwendbare Module, interne Tools, Automationen, SOPs, Methodendokumente und sonstige Vorstufen oder Systembestandteile sind nur dann vom Nutzungsrecht umfasst, wenn ihre Herausgabe oder Übertragung ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

9.5. Ein Buyout oder eine weitergehende Übertragung von Rechten an individuell erstelltem Code, Design oder Inhalten bedarf stets einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und einer gesonderten Buyout-Vergütung. Selbst im Fall eines Buyouts verbleiben bei Suchflow alle Rechte an vorbestehendem Know-how, generischen Methoden, Frameworks, Bibliotheken, Templates, Modulen, Snippets, Prompts, Automationen, SOPs, Standards, Prozessen und sonstigen wiederverwendbaren Bestandteilen.

9.6. Der Kunde darf die von Suchflow erstellten Inhalte und Werke nur im Rahmen der eingeräumten Rechte nutzen. Jede darüber hinausgehende Nutzung, Bearbeitung oder Weitergabe bedarf der vorherigen Zustimmung von Suchflow, soweit sie nicht zwingend vom eingeräumten Vertragszweck umfasst ist.

9.7. Rechte des Kunden an seinen eigenen Vorlagen, Marken, Inhalten, Logos, Bildern, Daten und sonstigen bereitgestellten Materialien bleiben unberührt. Der Kunde räumt Suchflow hieran für die Dauer und den Zweck des jeweiligen Auftrags die erforderlichen Nutzungsrechte ein.

9.8. Soweit Suchflow Open-Source-Software, Drittanbieter-Software, Stockmaterial, Schriftarten, Plugins, Themes, APIs oder sonstige Drittkomponenten einsetzt, gelten hierfür vorrangig die Lizenzbedingungen der jeweiligen Drittanbieter.

10. Mängelrechte und Nacherfüllung

10.1. Soweit Suchflow Dienstleistungen erbringt, gelten die gesetzlichen Regeln des Dienstvertragsrechts; ein bestimmter Erfolg ist nur geschuldet, wenn er ausdrücklich schriftlich und im Angebot vereinbart wurde und alle Zugänge innerhalb von 5 Werktagen übergeben wurden.

10.2. Soweit ausnahmsweise werkvertragliche Leistungen geschuldet sind, hat Suchflow bei berechtigten Mängeln zunächst das Recht zur Nacherfüllung.

10.3. Gegenüber Unternehmern ist Suchflow bei Mängeln mindestens zweimal zur Nacherfüllung berechtigt, sofern nicht Art oder Umfang des Mangels oder besondere Umstände nur eine einmalige Nacherfüllung rechtfertigen.

10.4. Unerhebliche Abweichungen, branchenübliche Toleranzen, technisch bedingte Unterschiede, bloße Geschmacksfragen oder geringfügige Bedienabweichungen stellen keinen Mangel dar.

10.5. Gegenüber Unternehmern verjähren Mängelansprüche bei werkvertraglichen Leistungen innerhalb von einem Jahr ab Abnahme. Ausgenommen hiervon sind Ansprüche wegen Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie Ansprüche wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

10.6. Zwingende gesetzliche Rechte von Verbrauchern bleiben unberührt.

11. Haftung

11.1. Suchflow haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie in Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.

11.2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Suchflow nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

11.3. Gegenüber Unternehmern ist die Haftung bei einfacher Fahrlässigkeit zusätzlich der Höhe nach auf die im Rahmen des betroffenen Auftrags oder Vertrags in den letzten zwölf Monaten tatsächlich gezahlte Vergütung begrenzt; bei einmaligen Projekten auf die für das betroffene Projekt vereinbarte Gesamtvergütung. Zwingende gesetzliche Ansprüche nach Ziffer 11.1 bleiben unberührt.

11.4. Soweit gesetzlich zulässig, haftet Suchflow insbesondere nicht für:

* Änderungen oder Schwankungen von Rankings, Sichtbarkeit, Impressionen, Traffic, Leads, Conversions oder Umsätzen,

* Entscheidungen von Suchmaschinen, Plattformen, Portalen, Marktplätzen oder sonstigen Dritten,

* Algorithmus- oder Richtlinienänderungen, Deindexierungen, Sperrungen, Profilentfernungen oder Account-Einschränkungen,

* Verfügbarkeitsstörungen bei Hostern, Domains, Plugins, APIs, Dritttools oder sonstigen Infrastrukturen,

* Maßnahmen des Kunden oder Dritter, insbesondere eigenmächtige Änderungen an Website, Tracking, Hosting, Profilen, Texten, URL-Strukturen, Redirects, Consent-Setups oder Integrationen,

* Verzögerungen, Ausfälle oder Schäden, die auf unrichtigen, unvollständigen oder verspäteten Informationen des Kunden beruhen,

* Datenverluste, soweit der Kunde keine angemessenen Sicherungskopien erstellt hat.

11.5. Soweit die Haftung von Suchflow ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Organe, Mitarbeiter, freien Mitarbeiter, Subunternehmer und Erfüllungsgehilfen von Suchflow.

11.6. Gegenüber Unternehmern verjähren Schadensersatzansprüche innerhalb eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn, ausgenommen Fälle der Ziffer 11.1.

12. Verantwortung des Kunden, Freistellung, keine Rechts- und Datenschutzberatung

12.1. Der Kunde ist allein verantwortlich für die rechtliche Zulässigkeit und sachliche Richtigkeit seiner Inhalte, Aussagen, Angebote, Werbeaussagen, Preisangaben, Produktversprechen, Gesundheits- oder Leistungsbehauptungen, Branchenpflichten, Pflichttexte, Datenschutzhinweise, Cookie-Banner, Einwilligungen, Tracking-Konfigurationen, Impressumsangaben, AGB, Widerrufsbelehrungen und sonstigen rechtlichen Anforderungen seiner Website, seiner Profile, seines Shops und seiner Geschäftsprozesse.

12.2. Suchflow prüft vom Kunden bereitgestellte oder freigegebene Inhalte nicht auf Rechtsverstöße, Wettbewerbsverstöße, Markenverletzungen, Urheberrechtsverstöße, Datenschutzverstöße oder sonstige Rechtsmängel, sofern dies nicht ausdrücklich schriftlich als gesonderte Leistung vereinbart wurde.

12.3. Der Kunde stellt Suchflow auf erstes Anfordern von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die auf

* vom Kunden gelieferten oder freigegebenen Inhalten,

* rechtswidrigen Weisungen des Kunden,

* fehlenden oder fehlerhaften Rechtstexten, Einwilligungen oder Datenschutzprozessen des Kunden,

* Verletzungen von Marken-, Urheber-, Persönlichkeits-, Datenschutz-, Wettbewerbs- oder sonstigen Rechten durch den Kunden oder dessen Inhalte,

* oder sonstigen vom Kunden zu vertretenden Rechtsverstößen

beruhen. Die Freistellung umfasst auch angemessene Rechtsverfolgungskosten.

12.4. Die Freistellung gilt nicht, soweit der Anspruch ausschließlich auf einem vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verhalten von Suchflow beruht.

13. Datenschutz, Auftragsverarbeitung, Daten

13.1. Soweit Suchflow personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung eine gesonderte Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.

13.2. Soweit keine ausdrückliche Auftragsverarbeitung vereinbart ist, bleibt der Kunde selbst Verantwortlicher für seine Systeme, Datenbestände, Einwilligungen, Tracking-Setups, CRM-Prozesse, Newsletter-Systeme, Profilverwaltungen und sonstigen datenschutzrechtlich relevanten Vorgänge.

13.3. Der Kunde sichert zu, dass er Suchflow nur solche personenbezogenen Daten, Zugangsdaten und Inhalte zur Verfügung stellt, deren Verarbeitung, Übermittlung und Nutzung für den Vertragszweck rechtlich zulässig ist.

13.4. Suchflow ist berechtigt, zur Leistungserbringung marktübliche Kommunikations-, Projektmanagement-, Hosting-, Analyse-, Tracking- und Produktivitätstools einzusetzen, sofern dies für die Leistungserbringung sachgerecht ist. Soweit erforderlich, wird dies in einer AVV oder Datenschutzinformation abgebildet.

13.5. Soweit der Kunde keinen besonderen sicheren Kommunikationskanal verlangt oder bereitstellt, darf Suchflow vertragsbezogene Kommunikation per E-Mail und über übliche digitale Kollaborationstools führen.

14. Vertraulichkeit und Referenzen

14.1. Beide Parteien verpflichten sich, alle nicht offenkundigen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur zur Vertragsdurchführung zu verwenden.

14.2. Nicht vertraulich sind Informationen, die

* allgemein bekannt sind oder ohne Verstoß gegen diese AGB allgemein bekannt werden,

* der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren,

* von einem berechtigten Dritten rechtmäßig offenbart wurden, oder

* aufgrund gesetzlicher Verpflichtung oder behördlicher Anordnung offengelegt werden müssen.

14.3. Suchflow ist berechtigt, den Kunden nach Vertragsbeginn in angemessenem Umfang als Referenz zu nennen und Firmenname, Marke und Logo zu Referenzzwecken zu verwenden, sofern der Kunde dem nicht in Textform widerspricht.

14.4. Suchflow darf Ergebnisse, Kennzahlen und Projekterfahrungen in anonymisierter oder abstrahierter Form für interne Optimierung, Schulung, Marketing und Vertrieb verwenden, sofern keine berechtigten Geheimhaltungsinteressen des Kunden verletzt werden.

15. Laufzeit, Kündigung, Beendigung

15.1. Laufzeit, Mindestlaufzeit und Kündigungsfristen richten sich in erster Linie nach dem jeweiligen Angebot oder der Bestellseite.

15.2. Fehlt im Angebot eine ausdrückliche Regelung und handelt es sich um eine fortlaufende SEO-, CRO- oder Betreuungsleistung, gilt eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der jeweiligen Leistungsperiode gekündigt werden.

15.3. Einmalige Projekte enden mit vollständiger Leistungserbringung und vollständiger Zahlung, sofern nicht zusätzlich eine laufende Betreuung vereinbart ist.

15.4. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für Suchflow insbesondere vor bei

* erheblichem Zahlungsverzug,

* schwerwiegender Verletzung von Mitwirkungspflichten,

* rechtswidrigen Weisungen oder Inhalten des Kunden,

* missbräuchlicher Nutzung von Leistungen oder Zugängen,

* oder schwerwiegenden Verstößen gegen Nutzungs- oder Vertraulichkeitspflichten.

15.5. Kündigt der Kunde einen Vertrag mit vereinbarter Mindestlaufzeit vorzeitig ohne wichtigen Grund oder verhindert er die Leistungserbringung schuldhaft, bleibt die vereinbarte Vergütung bis zum Ende der Mindestlaufzeit grundsätzlich geschuldet. Suchflow muss sich jedoch anrechnen lassen, was Suchflow infolge der Vertragsbeendigung an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung der Arbeitskraft erwirbt oder böswillig zu erwerben unterlässt.

15.6. Nach Vertragsende ist Suchflow nicht verpflichtet, Accounts, Rohdateien, Zugangsdaten, Quellcode, Arbeitsdateien, Projektumgebungen oder sonstige Unterlagen ohne ausdrückliche Vereinbarung zu archivieren oder aufzubewahren.

16. Besondere Regeln für Verbraucher und Widerruf

16.1. Soweit der Kunde Verbraucher ist und ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht, informiert Suchflow gesondert durch eine Widerrufsbelehrung und soweit erforderlich durch ein Muster-Widerrufsformular. Diese Informationen werden Bestandteil des Vertragsschlussprozesses.

16.2. Soweit Suchflow Dienstleistungen für Verbraucher vor Ablauf der Widerrufsfrist erbringen soll, beginnt Suchflow mit der Ausführung erst, wenn der Verbraucher dies ausdrücklich verlangt und die hierfür gesetzlich erforderlichen Erklärungen abgegeben hat.

16.3. Soweit Suchflow digitale Inhalte, digitale Dienstleistungen, Online-Kurse oder Zugänge an Verbraucher vor Ablauf der Widerrufsfrist bereitstellen soll, erfolgt dies nur nach den gesetzlich erforderlichen Zustimmungen und Bestätigungen des Verbrauchers, insbesondere soweit dadurch das Widerrufsrecht ganz oder teilweise erlischt.

16.4. Suchflow stellt Verbrauchern die gesetzlich erforderliche Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

16.5. Zwingende gesetzliche Verbraucherrechte bleiben von diesen AGB unberührt. Soweit eine Regelung dieser AGB mit zwingendem Verbraucherrecht unvereinbar ist, tritt an ihre Stelle die gesetzliche Regelung; im Übrigen bleibt die Wirksamkeit der AGB unberührt.

17. Schlussbestimmungen

17.1. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Staates entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

17.2. Gegenüber Unternehmern, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist, soweit gesetzlich zulässig, ausschließlicher Gerichtsstand Fort Lauderdale, Florida, USA.

17.3. Eine Abtretung von Rechten oder Pflichten aus dem Vertrag durch den Kunden bedarf der vorherigen Zustimmung von Suchflow in Textform.

17.4. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages oder dieser AGB bedürfen mindestens der Textform, soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.

17.5. Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, undurchführbar oder nichtig sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen, undurchführbaren oder nichtigen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung. Soweit eine gesetzliche Regelung nicht zur Verfügung steht, gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am nächsten kommt.